Blockflötenchor Bern

1972 schlossen sich, unter der Leitung von Ingo Fankhauser, 21 Blockflötenspielerinnen und Blockflötenspieler aus Biel und Umgebung zum Blockflötenchor Biel (BCB) zusammen. Ihr Ziel war es, das gemeinsame Laienmusizieren auf einer künstlerisch gehobenen Stufe zu pflegen und für das Blockflötenspiel neue musikalische Möglichkeiten zu erproben. Von Anfang an war man bestrebt, das Chorspiel zu veredeln und das Ansehen der Blockflöte als eines der ältesten Musikinstrumente in der Öffentlichkeit zu heben. In diesem Sinne wird jedes Jahr ein Konzertprogramm erarbeitet, das in Kirchen, Aulen oder Gemeindesälen gespielt wird. Immer wieder finden das Publikum und die Presse Gefallen am harmonischen Zusammenklang der verschiedenen Blockflöten. Ingo Fankhausers Aufbauarbeit und sein unermüdlicher Einsatz liessen den Chor einzigartig werden.

In seiner über 40-jährigen Geschichte hat der BCB nicht nur bei der personellen sondern auch bei der musikalischen Besetzung immer wieder Veränderungen erfahren. So wurden für die alte Musik Renaissance-Instrumente angeschafft, man trat mit verschiedensten Solisten auf (Fagott, Gitarre, Orgel) oder man konzertierte mit anderen Ensembles zusammen.

1973 und 1987 fanden Aufnahmen mit dem Blockflötenchor Biel im Radio-Studio in Bern statt. Nach den beiden Langspielplatten (1977, 1982) erschien 1992 eine Doppelkassette mit einem Querschnitt durch 20 Jahre Konzerttätigkeit. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Blockflötenchors Biel und des 20-jährigen Jubiläums des Berner Akkordeonensembles wurde ein gemeinsames Konzertprogramm erarbeitet, welches auch auf einer CD festgehalten ist. Neben diesen veröffentlichten Aufnahmen existieren fast alle Konzerte als Live-Mitschnitte.

Anfang des Jahres 2000 gab es einen Dirigentenwechsel: mit Giorgio Schneeberger aus Bern wird das zur Tradition gewordene Musizieren weiter gepflegt. Gleichzeitig bringt er seine Ideen ein, die das Spiel des Chores prägen. So standen beispielsweise die Konzerte stets unter einem bestimmten Motto.

Im Expo-Jahr 2002, zum 30-jährigen Bestehen des Chors, war es das Thema „Am Wasser“. Für die Jubiläumskonzerte komponierte Urs Peter Schneider eigens für den Chor ein modernes 14-stimmiges Werk mit dem Titel „Eine Idylle“.

Giorgio Schneeberger betrat musikalisches Neuland, als er beschloss, die Konzerte 2003 gemeinsam mit der Steelband „Fer Battu“ zu bestreiten. Mit ausgeklügelter Instrumentation und den beiden Orchestern gerecht werdenden Arrangements gelang dieses Wagnis. Der Klang von Blockflöten und Steelpans wurde von den Zuhörenden begeistert aufgenommen.

Die Flötenklänge werden oft mit Cello, Gitarre, Akkordeon, Querflöte, E-Piano oder Rhythmusinstrumenten begleitet.

Im Juni 2005 wurde der Chor zum „Blockflötenchor Bern“ (BCB) umbenannt, da sich der Mittelpunkt seines Wirkens in Bern konzentriert hat.

Ein weiterer Höhepunkt war das Programm „Im Glanz des Sonnenkönigs und seiner Nachfolger„. Im Herbst 2006 gelangten anlässlich von drei Konzerten Werke französischer Komponisten aus dem 17. und 18. Jahrhundert zur Aufführung. Die schwungvollen, mehrstimmigen Melodien wurden auf meisterhafte Art von Jonathan Rubin auf der Laute begleitet.

Im Jahr 2009 wurde die Semi-Opera „King Arthur“ von Henry Purcell aufgeführt. Das Konzert mit Zwischentexten, interpretiert vom Schauspieler Hans-Joachim Frick, begeisterte das Publikum.

Zum 40-jährigen Jubiläum komponierte Giorgio Schneeberger das Werk „Drei Miniaturen zum Element Luft“, welche das flüchtige Element in seinen verschiedenen Klangarten und Intensitäten hörbar macht. Im Herbst 2012 wurden die Miniaturen an den Festkonzerten, welche von Clown Tschini moderiert wurden, uraufgeführt.

Das Entstehen des neuen Konzertprogrammes des BCB wird jedes Jahr mit Spannung erwartet.